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Inklusiver Sozialraum

Die InitiativeSozialraumInklusiv (ISI) will für mehr Barrierefreiheit in Landkreisen, Städten und Gemeinden sorgen.

Häufige Fragen und Antworten

Hier finden Sie häufige Fragen und Antworten rund um den Bundesteilhabepreis 2019.

Wer kann sich bewerben?

Teilnahmeberechtigt für den Bundesteilhabepreis 2019 sind alle Akteure mit Bezug zum öffentlichen und privaten Nahverkehr, insbesondere Verkehrsdienstleister, Verkehrsträger, Verkehrsplanende, aber auch Anbieter von digitalen Lösungen, die mit Gute-Praxis-Beispielen oder Modellprojekten einen inklusiven Sozialraum erfahrbar machen und zur Nachahmung anregen.

Womit kann man sich bewerben?

Eingereicht werden können Gute-Praxis-Beispiele oder Modellprojekte für inklusive Mobilität in kommunalen und/oder regionalen Verkehrsräumen bzw. Verkehrssystemen wie z. B.:

  • Verkehrsangebote
  • Dienstleistungsangebote
  • Informations- und Kommunikationslösungen
  • Nahverkehrspläne und andere reale Planungen
  • unterstützende politische Strategien
  • andere, bereits erfolgte Umsetzungen

Was kann man gewinnen?

Das BMAS dotiert den Bundesteilhabepreis jährlich mit insgesamt 17.500 Euro. Es werden drei Preisgelder vergeben: 10.000 Euro (1. Preis), 5.000 Euro (2. Preis) und 2.500 Euro (3. Preis).

Als Preisträger können Sie zudem die Auszeichnung nutzen: Bundesteilhabepreis 2019: Inklusive Mobilität.
Ihr Gute-Praxis-Beispiel oder Modellprojekt kann als Vorbild für andere Kommunen und/oder ländliche Räume dienen. Durch den Preis wird Ihr Beispiel oder Projekt in der Öffentlichkeit präsent. Sie profitieren zudem vom Wissensaustausch und der Vernetzung zum Thema inklusive Mobilität mit anderen Fachleuten und Akteuren auf kommunaler Ebene und in Landkreisen.

Wer entscheidet über die Preisvergabe?

Die Entscheidung über die Preisvergabe liegt allein bei der Jury und wird im Rahmen der Preisverleihung bekanntgegeben.

Für das Verfahren der Preisvergabe und Entscheidung der Jury des Bundesteilhabepreises 2019 ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

Wer ist die Jury?

Die unabhängige Jury ist ein Expertenbeirat, dem mehrheitlich Vertreterinnen und Vertreter der Verbände von Menschen mit Behinderungen angehören. Zudem sind Expertinnen und Experten aus Kommunen und Ländern Mitglied der Jury.

Wie sind die Bewertungskriterien?

Hier finden Sie die Kriterien, nach denen Ihre Einreichungen bewertet werden.

Wann kann man sich bewerben?

Ab sofort werden Bewerbungen entgegengenommen.
Abgabeschluss ist der 31. Juli 2019.

Wie bewirbt man sich?

Bewerbungen sind ausschließlich per E-Mail möglich. Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

Entstehen beim Bewerbungsverfahren Kosten für die Teilnehmenden?

Die Teilnahme ist kostenfrei, es fallen keine Bearbeitungsgebühren an.

Wann wird über die Vergabe der Preise entschieden?

Der Auswahlprozess und die Entscheidung über die Nominierten findet bis Ende September 2019 statt.

Wann und wo findet die Preisverleihung statt?

Die Preisverleihung wird im Rahmen der Inklusionstage stattfinden. Diese Veranstaltung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales findet am 11. und 12. November 2019 in Berlin statt. Die Urkunde zur Prämierung wird überreicht durch die Leitung des BMAS.

Warum ein inklusiver Sozialraum?

Eine inklusive Sozialraumgestaltung ist Basis für Selbstbestimmtheit sowie die volle und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dazu gehören neben einer barrierefreien Wohnung auch das Wohnumfeld sowie Einrichtungen für Arbeit, Wirtschaft und Handel, Kultur und Bildung, Versorgung, Gesundheit und Freizeit, die für das tägliche Leben von Bedeutung sind. Neben dem Bund und den Ländern sind vor allem auch die Kommunen gefordert, die Gestaltung inklusiver Sozialräume voranzubringen. Bundesweit besteht daher die Notwendigkeit zur Bildung von vernetzten Strukturen.

Was ist ein inklusiver Sozialraum?

Ein inklusiver Sozialraum zeichnet sich dadurch aus, dass alle Menschen – mit oder ohne Behinderung – ihn gleichberechtigt nutzen können und so gleiche Teilhabechancen haben. Inklusive Sozialräume sind gleichermaßen individuelle Lebensräume und zugleich strategische Handlungsräume mit inklusiver Zielrichtung: Alle Angebote Schritt für Schritt so zu gestalten, dass sie für alle Menschen zugänglich (universell) sind. Für den inklusiven Sozialraum ist die Barrierefreiheit eines der wesentlichen Merkmale und Voraussetzung, aber es erfordert dazu noch wesentlich mehr. Wichtige Merkmale eines inklusiven Sozialraumes sind darüber hinaus:

  • Gleichbehandlung und Nicht-Diskriminierung
  • Begegnungs- und Netzwerk- sowie Beratungs- und Unterstützungsstrukturen
  • Partizipation an Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen
  • volle Teilhabe von Anfang an
  • eine Haltung, die alle einbezieht und niemanden ausschließt
  • Wertschätzung von Vielfalt und umfassende Teilhabe

Aus kommunaler Sicht geht es um die inklusive Ausrichtung des gesamten kommunalen Handelns, zum Beispiel durch allgemeine bewusstseinsbildende Maßnahmen vor Ort wie

  • Erstellung kommunaler Aktionspläne
  • Programme zum barrierefreien Bauen und Wohnen, auch im Sinne eines Designs für alle
  • Programme für barrierefreien ÖPNV und Vernetzung der verschiedenen Verkehrsarten
  • Personenzentrierung von Leistungen
  • Förderung der beruflichen Teilhabe schwerbehinderter Menschen
  • Inklusion in den Bereichen Kinderbetreuung, Schule, Freizeit, Sport, Kultur, Ehrenamt und öffentliches Leben
  • konkreten Einzelleistungen
  • und anderes mehr

Haben Sie weitere Fragen?

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Bundesfachstelle Barrierefreiheit
Dr. Petra Zadel-Sodtke
Telefon: 030 / 2593678-0
Telefax: 030 / 2593678-700
E-Mail: bundesteilhabepreis@bmas.bund.de