Bundesfachstelle Barrierefreiheit

Bereich InitiativeSozialraumInklusiv

Inklusiver Sozialraum

Die InitiativeSozialraumInklusiv (ISI) will für mehr Barrierefreiheit in Landkreisen, Städten und Gemeinden sorgen.

Häufige Fragen und Antworten

Hier finden Sie häufige Fragen und Antworten rund um den Bundesteilhabepreis 2021.

Wie ist der aktuelle Stand im Bewerbungsverfahren?

Anfang Oktober tagte die Fachjury, am 3. Dezember werden die drei Preisträgerinnen und Preisträger durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen einer Preisverleihung bekanntgegeben. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden zeitnah durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benachrichtigt.

Wer konnte sich bewerben?

Teilnahmeberechtigt für den Bundesteilhabepreis 2021 waren Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Unterstützung, Assistenz und Pflege. Dies bezog sich insbesondere auf Leistungsanbieter und Unterstützungsdienste, soziale und personenzentrierte Assistenzdienste, Anbieter spezieller Teilhabeprogramme, Tagesstätten, Verbände und Vereine, ehrenamtliche sowie sektorübergreifende Leistungserbringer, aber auch Anbieter von digitalen Lösungen, Kommunen und Regionen.

Welche Bewertungskriterien gibt es?

Die Bewertungskriterien berücksichtigen die teilhabeunterstützende Qualität und Quantität für Menschen mit Behinderungen in den verschiedensten Arbeits-, Wohn- und Lebenssituationen. Dies bezieht sich auf Dienstleistungen, Förderungen, Beratungen, Handreichungen, Mitwirkungen, Betreuung, Versorgung sowie Gesundheitspflege. Der Fokus liegt dabei auf der alltäglichen selbstbestimmten Lebensführung.

Hier finden Sie die Hauptkriterien, nach denen Ihre Einreichungen bewertet werden.

Was konnte man gewinnen?

Das BMAS dotiert den Bundesteilhabepreis jährlich mit insgesamt 17.500 Euro. Es werden drei Preisgelder vergeben: 10.000 Euro (1. Platz), 5.000 Euro (2. Platz) und 2.500 Euro (3. Platz).
Als Preisträger*in können Sie diese Auszeichnung werbewirksam nutzen:
Bundesteilhabepreis 2021: „Unterstützung, Assistenz, Pflege – gesellschaftliche Teilhabe auch in Corona-Zeiten“

Alle formal zugelassenen Teilnehmenden werden auf der Website der Bundesfachstelle Barrierefreiheit gelistet.
Ihr Gute-Praxis-Beispiel, Modellprojekt oder Konzept kann als Vorbild für andere dienen. Durch den Preis wird Ihr Praxisbeispiel in der Fachöffentlichkeit bekannt gemacht. Sie profitieren zudem vom Wissensaustausch und der Vernetzung zum Thema „Unterstützung, Assistenz, Pflege“ mit anderen Fachleuten und Akteuren.

Wer ist die Fachjury?

Die unabhängige Fachjury besteht mehrheitlich aus Vertreterinnen und Vertreter der Verbände von Menschen mit Behinderungen. Zudem sind Expertinnen und Experten aus Kommunen und Ländern Mitglied der Fachjury.

Wann und wo findet die Preisverleihung statt?

Die Preisverleihung erfolgt am 3. Dezember 2021 durch die Leitung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Überblick: Ablauf und Organisatorisches

  • Abgabeschluss: 21. August 2021
  • Die Teilnahme ist kostenfrei, es fallen keine Bearbeitungsgebühren an.
  • Die Sprache des Wettbewerbs ist Deutsch.
  • Der Auswahlprozess und die Entscheidung über die Nominierten erfolgt Anfang Oktober 2021.
  • Die Entscheidung über die Platzierung liegt allein bei der Fachjury und wird im Rahmen der Preisverleihung bekanntgegeben. Das BMAS oder die Bundesfachstelle Barrierefreiheit haben keinen Einfluss auf diese Entscheidung.
  • Die Preisverleihung findet im 4. Quartal in Berlin statt.
  • Für das Verfahren der Preisvergabe und Entscheidung der Fachjury des Bundesteilhabepreises 2021 ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

Warum wird ein Preis zum inklusiven Sozialraum ausgelobt?

Eine inklusive Sozialraumgestaltung ist Grundlage für Selbstbestimmung sowie die volle und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben. Dazu gehören neben einer barrierefreien Wohnung auch das Wohnumfeld sowie Einrichtungen für Arbeit, Wirtschaft und Handel, Kultur und Bildung, Versorgung, Gesundheit und Freizeit, die für das tägliche Leben und die Daseinsvorsorge wichtig sind.
Neben dem Bund und den Ländern sind vor allem auch die Kommunen und Regionen gefordert, die Gestaltung inklusiver Sozialräume voranzubringen. Bundesweit besteht daher die Notwendigkeit vernetzter Strukturen.

Was ist ein inklusiver Sozialraum?

Ein inklusiver Sozialraum zeichnet sich dadurch aus, dass alle Menschen – mit oder ohne Behinderungen – ihn gleichberechtigt nutzen können und so gleiche Teilhabechancen haben. Inklusive Sozialräume sind gleichermaßen individuelle Lebensräume und zugleich strategische Handlungsräume mit inklusiver Zielrichtung: Alle Angebote Schritt für Schritt so zu gestalten, dass sie für alle Menschen (universell) zugänglich sind. Für den inklusiven Sozialraum ist die Barrierefreiheit eines der wesentlichen Merkmale und Voraussetzung, aber es erfordert dazu noch wesentlich mehr. Wichtige Merkmale eines inklusiven Sozialraumes sind darüber hinaus:

  • Gleichbehandlung und Nicht-Diskriminierung
  • Begegnungs-, Netzwerk-, Beratungs- und Unterstützungsstrukturen
  • Partizipation an Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen
  • volle Teilhabe von Anfang an
  • eine Haltung, die alle einbezieht und niemanden ausschließt
  • Wertschätzung von Vielfalt und umfassende Teilhabe

Haben Sie weitere Fragen?

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Bundesfachstelle Barrierefreiheit
Dr. Petra Zadel-Sodtke
Telefon: 030 / 2593678-0
Telefax: 030 / 2593678-700
E-Mail: bundesteilhabepreis@bmas.bund.de