Bundesfachstelle Barrierefreiheit

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Rückblick: Konferenz zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz

Datum 03.06.2022

Über 500 Interessierte nahmen gestern an der Konferenz "Barrierefreiheitsstärkungsgesetz: Hintergründe, Umsetzung und Praxisbeispiele" teil, die in Berlin stattfand und live online übertragen wurde. Eingeladen zur hybriden Konferenz hatte die Bundesfachstelle Barrierefreiheit gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Normung e. V. (DIN) und Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V.).

Mit insgesamt 14 Vorträgen bot die Konferenz den Teilnehmenden ein umfangreiches und auch inhaltlich abwechslungsreiches Programm. Die Vortragenden waren einerseits Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, andererseits auch aus der Verwaltung. Vor Ort in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutsche Telekom nahmen 80 Personen an der Veranstaltung teil, online waren es über 400. Die Teilnehmenden kamen aus der Wirtschaft, der Normung und von öffentlichen Stellen und Verbänden. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Grußwort von Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) legt in Deutschland die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen fest. Das Gesetz muss bis Juni 2025 umgesetzt werden – ab diesem Zeitpunkt müssen die im BFSG aufgeführten Produkte und Dienstleistungen barrierefrei sein. Dazu gehören beispielsweise Smartphones und Smart-TV, Bank- und Fahrkartenautomaten, E-Books sowie Online-Shops.

Das Gesetz und die entsprechenden Normen werden einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Barrierefreiheit leisten und damit unmittelbare Auswirkungen auf die insbesondere digitale Teilhabe aller Menschen haben.

Inhalte der Konferenz

Wie die Umsetzung des Gesetzes funktioniert, dazu wurde in Vorträgen informiert. Es gab sowohl Impulsvorträge zur Implementierung des BFSG, zum aktuellen Forschungsstand und eine Einführung in relevante Normen. Auch die für barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnik wesentliche DIN EN 301 549 wurde erläutert. Daneben zeigten Rednerinnen und Redner aus Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen unter das BFSG fallen, verschiedene Praxisbeispiele.

Zudem erläuterte Dr. Volker Sieger, Leiter der Bundesfachstelle Barrierefreiheit, die Aufgaben der Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Umsetzung des BFSG.

Rechtsverordnung zum BFSG bald öffentlich

Nadine Schütze vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Referat Va1, kündigte in ihrem Vortrag an, dass die Rechtsverordnung zum BFSG bereits fertiggestellt ist und daher es nicht mehr lange bis zur Veröffentlichung dauert.

Neue Normen

Klaus-Peter Wegge, Leiter des Accessibility Competence Center der Siemens AG, berichtete, dass es in nächster Zeit neue Normen zur Barrierefreiheit geben werde.

Aufzeichnung der Konferenz

Die Veranstaltung wurde auch aufgezeichnet und wird im Nachgang auf dieser Website zu finden sein.

Weitere Eindrücke der Veranstaltung können Sie über unseren Twitterkanal nachlesen:
Twitter der Bundesfachstelle Barrierefreiheit.

Weiterführende Informationen: