Bereich Presse und Service

Presse und Service

In diesem Bereich finden Sie unseren Newsletter, unsere Veröffentlichungen und Veranstaltungstermine, FAQ zur Barrierefreiheit und den Pressekontakt. Wir freuen uns auch über Lob und Kritik.

Zahlen und Fakten

Mehr als 1200 Kontaktaufnahmen in 2025 – BFSG führt zu vielen Fragen

Bei der Zahl der Kontaktaufnahmen verzeichnete die Bundesfachstelle in 2025 einen noch stärkeren Anstieg als im Vorjahr. Lag der Anstieg im Vorjahr bei 24 Prozent, waren es jetzt 48 Prozent.

Aufgrund des Inkrafttretens des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) am 28. Juni 2025 kam ein Großteil der Fragen aus diesem Gebiet.

Aus welchen Gruppen stammten die Anfragen?

Wie schon 2024 kamen mit 642 Anfragen die meisten Kontaktaufnahmen aus der Wirtschaft (2024: 349).

Dann folgen die Anfragen aus der Zivilgesellschaft mit 353, im Vorjahr waren es 243.

An dritter Stelle lagen die Anfragen aus den Ländern mit 141 (2024: 127).

Die Zahl der Anfragen der Bundesbehörden lag wie im Vorjahr bei 111. Von den Behindertenverbänden kamen 12 Anfragen, im Vorjahr waren es 6.

Das Balkendiagramm vergleicht die Anzahl der Kontaktaufnahmen nach Zielgruppen der Jahre 2025 und 2024. Kontaktaufnahmen nach Zielgruppen

Zahl der Erstberatungen steigt um 43 Prozent

Von den 1239 Kontaktaufnahmen im Jahr 2025 handelte es sich bei 1193 um Erstberatungsanfragen. Dies entspricht – wie im Vorjahr – einem Anteil von 96 Prozent.

Die Zahl der Erstberatungsanfragen insgesamt stieg im Vergleich zum Jahr 2024 noch einmal um 43 Prozent. Im Jahr 2024 lag die Steigerungsrate bereits bei 31 Prozent.

Die Themen und Zielgruppen der Erstberatung

Auch in 2025 kamen die meisten Anfragen aus der Wirtschaft. Deren Anzahl und Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal stark angestiegen. Waren es 2024 noch 344 Erstberatungen für die Wirtschaft, lag die Zahl nun bei 615.

Danach folgen die Anfragen aus der Zivilgesellschaft (324). Auch diese Zahl ist wieder gestiegen (Vorjahr: 227).

An dritter Stelle lagen die Erstberatungsanfragen der Landesbehörden mit 134 (Vorjahr: 119).

Die Zahl der Erstberatungen von Bundesbehörden lag mit 109 in etwa auf Vorjahresniveau (2024: 107).

Behindertenverbände aus Bund, Ländern und Kommunen hatten mit 12 Anfragen in 2025 wieder etwas mehr Erstberatungsbedarf (2024: 6, 2023: 13, 2022: 24). Mit vielen Behindertenverbänden ist die Bundesfachstelle aber ohnehin regelmäßig im Austausch, u.a. im Rahmen von Projekten sowie über die regelmäßigen Expertenkreissitzungen der Bundesfachstelle.

Das Balkendiagramm zeigt die Anzahl der Erstberatungen nach Zielgruppen der Jahre 2025 und 2024 im Vergleich.  Erstberatung nach Zielgruppen

Beratung zum BFSG stark nachgefragt

Die Zahl der Beratungsanfragen zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), die bereits im Jahr 2024 sprunghaft von 90 auf 345 angestiegen war, lag in 2025 bei 709. Auch hier hatte sich die Zahl der Fragen demnach mehr als verdoppelt.

Das Balkendiagramm zeigt die Anzahl der Beratungsanfragen zum BFSG in den Jahren 2023, 2024 und 2025. Im Jahr 2023 waren es 90 Anfragen (15 Prozent der gesamten Kontaktaufnahmen), 2024 345 (43 Prozent) und 2025 59 Prozent (59 Prozent). BFSG-Beratunganfragen

Erstberatung nach Lebensbereich

Unterschieden nach Lebensbereichen bezogen sich - wie in 2024 - die meisten Anfragen mit 732 auf die Arbeitswelt (Vorjahr: 284).

Darauf folgt der Bereich der Verwaltung mit 224 Anfragen. Dies sind 21 weniger als im Vorjahr. Aus dem Bereich der alltäglichen Lebensführung kamen 100 Anfragen (Vorjahr: 150). Aus dem Bereich Bildung und Ausbildung stammten 55 Erstberatungsanfragen (Vorjahr: 32). Aus Freizeit, Kultur und Sport waren es 33 (Vorjahr: 32). Nicht spezifiziert waren 33 Erstberatungen (Vorjahr: 32). Im Bereich politische und gesellschaftliche Teilhabe waren es 18 Erstberatungen (2024: 16), im Bereich Gesundheit 10 (Vorjahr: 11) und im Bereich Sicherheit waren es zwei (Vorjahr: 3).

Das Balkendiagramm zeigt die Anzahl der Erstberatungen unterschieden nach Lebensbereichen von 2025 und 2024 im Vergleich. Kontaktaufnahmen nach Zielgruppen

Erstberatung nach Gestaltungsbereich

Bezogen auf die thematischen Gestaltungsbereiche der Erstberatungsanfragen kamen auch 2025 wieder die meisten Anfragen aus dem Bereich der Informationstechnik. Diese 620 Anfragen machten 52 Prozent der Gesamtzahl der Erstberatungen aus und es waren noch einmal 201 Erstberatungsfälle mehr als im Vorjahr in diesem Themengebiet (2024: 344). Danach folgten mit 226 die sonstigen Bereiche (Vorjahr: 73), dann der Bereich Öffentlicher Raum mit 98 wie im Vorjahr. Den Gestaltungsbereich Bauen und Wohnen betrafen 74 Beratungen (2024: 92). Im Feld der Kommunikation waren es 68 Erstberatungen (2024: 40). 38 Anfragen gab es zu Veranstaltungen (2024: 23), zu Dienstleistungen waren es 29 Erstberatungen (Vorjahr: 22), zu Produkten 29 (2024: 22). Wie im Vorjahr gab es 11 Erstberatungen zur Arbeitsplatzgestaltung. 

Das Balkendiagramm zeigt die Gestaltungsbereichen der Erstberatungs-Anfragen der Jahre 2025 und 2024 im Vergleich. 2025 kamen 620 aus der Informationstechnik, im Vorjahr waren es noch 421.  Erstberatung nach Gestaltungsbereich

Veranstaltungen der Bundesfachstelle

Auch die Veranstaltungen der Bundesfachstelle erreichten einen breiten Teilnehmendenkreis. So gab es im vergangenen Jahr drei Treffen des Netzwerks digitale Barrierefreiheit für die Bundesbehörden mit insgesamt 220 Teilnehmenden. Ein Netzwerktreffen in anderer Form fand am 30. Oktober in Präsenzstatt: In Kooperation mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hatte die Bundesfachstelle nah Nürnberg eingeladen.

Die online durchgeführte Infoveranstaltung am 20. März in Kooperation mit dem BMAS und der Schlichtungsstelle BGG BGG, die rund um das BFSG informierte, hatte mit 750 Teilnehmenden den größten Zulauf. Ebenfalls online veranstaltete die Bundesfachstelle zusammen mit den Durchsetzungsstellen einiger Bundesländer ein Webinar zum Global Accessibility Awareness Day (GAAD) am 15. Mai, an dem 220 Personen teilnahmen.

Diagramm zeigt die Anzahl der Teilnehmenden an Veranstaltungen. An der BFSG-Infoveranstaltung nahmen 750 Personen teil, am Netzwerktreffen im März waren es 80, die GAAD-Veranstaltung nahmen 220 teil, an den Netzwerktreffenim Herbst 80 bzw. 60 Personen. Veranstaltungen der Bundesfachstelle: Teilnehmende

Bilanz

Wie schon im Vorjahr sorgte das Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) im Juni 2025 für einen sprunghaften Anstieg der Zahl an Beratungen. Das Interesse bei Verbänden, Unternehmen, Dienstleistern und Agenturen war ungebrochen groß, bei der Bundesfachstelle mehr über die Anforderungen und rechtlichen Vorgaben im Bereich barrierefreier Produkte und Dienstleistungen zu erfahren. Da es derzeit keine weitere öffentliche Stelle auf Bundesebene gab, die zum Thema BFSG berät, sind die Anfragen an die Bundesfachstelle entsprechend zahlreich.

Mehr zum BFSG ist im Abschnitt „Barrierefreiheitsstärkungsgesetz“ nachzulesen.

Das Thema digitale Barrierefreiheit bzw.Informationstechnik war auch 2025 das gefragteste Thema. Eine Ursache hierfür ist auch, dass zum Gestaltungsbereich Informationstechnik auch Websites gehören – die wiederum im Rahmen von „Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr“ unter das BFSG fallen. Hierzu war der Beratungsbedarf hoch.

Bezogen auf die Zielgruppen stammten 79 Prozent der Anfragen 2025 aus der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Der Bekanntheitsgrad der Bundesfachstelle außerhalb der Verwaltung hat sich demzufolge insbesondere durch die Beratung zum BFSG stark erhöht.

Die Zahl der Anfragen aus den Bundesbehörden blieb im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich. Hier generieren sich einige Anfragen aus dem Netzwerk digitale Barrierefreiheit für die Bundesbehörden (siehe auch Kapitel „Digitale Barrierefreiheit“). Auf den regelmäßig stattfindenden Netzwerktreffen werden zusätzlich viele Fragen auch direkt mit Expertinnen und Experten besprochen und diskutiert.

Jahresreport 2025 - Inhalt: