Der Bundesteilhabepreis
Der Bundesteilhabepreis wird seit 2019 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ausgelobt und von der Bundesfachstelle Barrierefreiheit administriert und ausgeschrieben.
Der Bundesteilhabepreis prämiert Beispiele für gelungene Inklusion und umfassende Teilhabe. Er hat jährlich ein anderes Schwerpunktthema und sucht dafür Gute-Praxis-Beispiele und Modellprojekte, die zur Nachahmung anregen und ein bundesweit übertragbares Potenzial haben. Jedes Jahr werden drei Preisträgerinnen und Preisträger von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt. Die Fachjury besteht mehrheitlich aus Vertreterinnen und Vertretern der Verbände von Menschen mit Behinderungen.
Nach der Preisverleihung werden auf der Website der Bundesfachstelle Barrierefreiheit nicht nur die drei Preisträgerinnen und Preisträger gelistet, sondern auch alle Projekte, die sich um den Preis beworben haben. Die Nennung der Projekte soll die Vernetzung und den Austausch fördern. Seit 2019 sind inzwischen durch fünf ausgeschriebene Bundesteilhabepreise bereits insgesamt 439 Projekte gelistet:
- 74 Projekte zum Thema „Inklusive Mobilität“ (2019)
- 55 Projekte zum Thema „Perspektive auch in Corona-Zeiten: Barrierefrei reisen in Deutschland“ (2020)
- 88 Projekte zum Thema „Unterstützung, Assistenz, Pflege – gesellschaftliche Teilhabe auch in Corona-Zeiten“ (2021)
- 94 Projekte zum Thema „WOHNEN barrierefrei • selbstbestimmt • zeitgemäß“ (2022)
- 51 Projekte zum Thema „GESUNDHEIT INKLUSIV – barrierefreie ambulante Gesundheitsversorgung für Menschen mit Behinderungen“ (2023)
- 77 Projekte zum Thema „DIGITALISIERUNG INKLUSIV – digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an Bildung und Arbeit“ (2025)
Hinweis: Die Lücke in der Jahreszahl von 2023 zu 2025 erklärt sich dadurch, dass der Preis nicht mehr die Jahreszahl der Ausschreibung (2024), sondern die der Preisverleihung (2025) trägt.
Bundesteilhabepreis 2025: Preisverleihung
Die Verleihung des Bundesteilhabepreises 2025 mit dem Thema „DIGITALISIERUNG INKLUSIV – digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an Bildung und Arbeit“ erfolgte durch Bundesministerin Bärbel Bas bei den Inklusionstagen am 12. Mai 2025 in Berlin.
Alle Preisträgerinnen und Preisträger des Bundesteilhabepreises 2025 mit Bundesministerin Bärbel Bas (Dritte von links) bei den Inklusionstagen 2025 in Berlin. Vorne links im Bild: die Vorsitzende der Fachjury, Anke Glenz. (Foto: BMAS/Anna Spindelndreier)
Bundesteilhabepreis 2026:
"BERUFSEINSTIEG INKLUSIV – Übergang von der beruflichen Bildung in den Arbeitsmarkt für junge Menschen mit Behinderungen“
Zum siebten Mal lobte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Bundesteilhabepreis aus. Die Ausschreibung des Bundesteilhabepreises 2026 "BERUFSEINSTIEG INKLUSIV – Übergang von der beruflichen Bildung in den Arbeitsmarkt für junge Menschen mit Behinderungen“ startete im November 2025. Die Vorbereitung und Administration der Ausschreibung durch die Bundesfachstelle nahm die gesamte zweite Jahreshälfte 2025 in Anspruch.
Gesucht wurden gute Beispiele aus der Praxis, innovative Projekte, Strategien und Lösungen, mit denen ein Höchstmaß an sozialer Teilhabe ohne Ausgrenzung von jungen Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt erreicht werden. Dabei lag der Fokus auf dem reibungslosen Zusammenspiel aller Beteiligten im beruflichen Inklusionsprozess.