Bereich Bundesteilhabepreis

Bundesteilhabepreis

Der Bundesteilhabepreis prämiert einmal im Jahr Projekte, die das Potenzial eines inklusiven, barrierefreien Sozialraums aufzeigen und bundesweit als Vorbild dienen können.

Das sind die Gewinner vom Bundes-Teilhabe-Preis

Die 3 Gewinner des Bundes-Teilhabe-Preises 2026 stehen fest.
Das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales hat die 3 Gewinner
auf einer Feier in Berlin bekannt gegeben.
Hier können Sie ein Video über die 3 Gewinner ansehen.

Erster Preis:
Den Beruf Schauspieler lernen

Der erste Preis geht an das Projekt Rhein-Kompanie.
Eine Kompanie ist eine Gruppe von Schauspielern
oder Tänzern, die zusammen arbeiten.
Eine Schauspiel-Schule in Köln macht das Projekt.
Die Schauspiel-Schule heißt: Der Keller
An der Schule können Menschen mit Lern-Schwierigkeiten
den Beruf Schauspieler lernen.

Zeichnung Leichte Sprache

Schauspieler und Schauspielerinnen arbeiten

  • im Theater
  • in Filmen und Serien
  • im Fernsehen.

Junge Menschen mit und ohne Behinderung
lernen in dieser Ausbildung gemeinsam.
Sie haben gemeinsam Unterricht.
Sie haben das gleiche Ziel:
Am Ende von der Ausbildung sollen alle
als Schauspieler arbeiten und auftreten können.

Menschen mit Lern-Schwierigkeiten bekommen
persönliche Unterstützung bei der Ausbildung.
Die Schülerinnen und Schüler machen
in der Ausbildung auch Auftritte vor Zuschauern.
Sie zeigen dann, was sie schon gelernt haben.
Das gibt ihnen mehr Selbst-Vertrauen.
Es gibt auch eine Abschluss-Prüfung
am Ende von der Ausbildung.

Zeichnung Leichte Sprache

Das macht das Projekt so besonders:
Junge Menschen mit Lern-Schwierigkeiten können jetzt
eine Ausbildung zum Beruf Schauspieler machen.
Das gab es bisher nicht in Deutschland.

Internet-Seite von der Rhein-Kompanie:
www.schauspielschule.koeln/rheinkompanie-inklusive-schauspielausbildung

Zweiter Preis:
Mit Unterstützung eine eigene Firma aufmachen

Der zweite Preis geht an das Projekt
inKlub Startup Programm.
Der Verein InKlub e.V. in Köln macht das Projekt.
Ein Startup ist eine Firma, die neu aufgemacht hat.
Das Programm begleitet junge Menschen mit Behinderungen,
die eine gute Idee für eine eigene Firma haben.

Im Programm lernen die Teilnehmer:
Wie kann ich meine eigene Firma aufmachen?
Fachleute unterstützen sie bei der Vorbereitung.
Das ganze Programm ist barrierefrei gemacht:
Die Bewerbung, alle Infos und die Gespräche
mit den Fachleuten sind barrierefrei.
Es gibt zum Beispiel Übersetzung in Leichte Sprache.
Oder in Gebärden-Sprache.

Zeichnung Leichte Sprache

Am Ende vom Programm stellen die Teilnehmer
ihre Ideen für eine eigene Firma vor.
Eine Gruppe von Geschäfts-Leuten
schaut sich die Ideen an.
Geschäftsleute kennen sich mit Firmen aus.
Sie entscheiden oft über Geld oder unterstützen
neue Firmen.
Wenn den Geschäftsleuten eine Idee gefällt,
geben sie den Teilnehmern Geld für die Firma.
Und sie beraten die Teilnehmer.
Dann können die Teilnehmer
ihre eigene Firma aufmachen.

Zeichnung Leichte Sprache

Das Projekt zeigt:
Junge Menschen mit Behinderungen können
eine eigene Firma aufmachen.
Sie können anderen Menschen mit und ohne Behinderung
einen Arbeitsplatz in der Firma geben.
So werden junge Menschen mit Behinderungen
selbst Chefin oder Chef.

Internet-Seite vom InKlub:
www.inklub.eu

Dritter Preis:
In einer Kita arbeiten

Der dritte Preis geht an das Projekt: Inklusion leben

Menschen mit Behinderungen lernen im Projekt
den Beruf Kita-Assistenz.
Eine Kita-Assistenz unterstützt die Erzieher und
Erzieherinnen in einer Kita-Gruppe.
Kita ist die Abkürzung für Kinder-Tages-Stätte.
Die eva Kinderbetreuung macht das Projekt.

Zeichnung Leichte Sprache

Das Angebot ist extra für junge Menschen
mit Behinderungen.
Viele haben keinen Schul-Abschluss.
Deshalb können sie oft keine Ausbildung machen
für einen Beruf.
Beim Projekt Inklusion leben kann man die Ausbildung
auch ohne Schul-Abschuss machen.
Die Teilnehmer lernen im Unterricht wichtige Dinge
über den Umgang mit Kindern.
Sie bekommen persönliche Unterstützung beim Lernen.
Der Unterricht wird für jeden Teilnehmer passend gemacht.
Feste Ansprechpersonen und klare Regeln
machen das Lernen einfacher.
Am Ende von der Ausbildung gibt es eine praktische Prüfung.
Das Ziel ist eine feste Arbeit in einer Kinder-Tagesstätte.

Das Projekt hilft Menschen mit Behinderung,
die keinen Schul-Abschluss haben.
Das Projekt macht für Menschen mit Behinderung
Arbeit in einem neuen Bereich möglich:
Sie können Kinder in der Kita begleiten.
Sie bestimmen viele Dinge bei ihrer Arbeit selbst.
Sie verdienen eigenes Geld.
Das gab es bisher noch nicht in Deutschland.

Das Projekt zeigt:
Junge Menschen mit Behinderungen
können einen Beruf lernen. 
Auch ohne Schul-Abschluss.
Sie brauchen nur von Anfang an
die passende Unterstützung.

Zeichnung Leichte Sprache

Internet-Seite von Inklusion leben:
www.eva-lino.de/inklusion-leben

Bilder: © Reinhild Kassing