Barrierefreie (PDF-)Dokumente
Barrierefreie Dokumente sind ein wichtiger Schritt zu mehr Teilhabe. Sie erfordern Aufmerksamkeit und Übung, doch mit den richtigen Werkzeugen und Methoden wird die Umsetzung immer leichter. Der Einsatz von Standards wie PDF/UA und Hilfsmitteln wie dem PDF Accessibility Checker (PAC) unterstützt dabei, die Qualität barrierefreier Dokumente zu sichern. Gleichzeitig bleibt die menschliche Bewertung unverzichtbar, denn nur so entsteht echte Barrierefreiheit, die alle Menschen erreicht. Auf dieser und den folgenden Seiten wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick geben über barrierefreie Dokumente. Der Schwerpunkt liegt auf Textdokumenten, die mit einem Textverarbeitungsprogramm erzeugt werden. Dabei geht es sowohl um Office-Dokumente als auch um PDF. Wir geben konkrete Tipps zur Erstellung und Prüfung von barrierefreien Dokumenten, die Ihnen bei der Umsetzung helfen.
- Was sind barrierefreie Dokumente?
- Barrierefreiheit von Anfang an mitdenken
- Ratgeber für die Praxis
- Unsere Praxistipps
Was sind barrierefreie Dokumente?
Ein Dokument ist dann barrierefrei, wenn es von Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen ohne zusätzlichen Aufwand gelesen und verstanden werden kann. Besonders wichtig ist dabei die Kompatibilität mit Screenreadern (Bildschirm-Vorlese-Programme), die blinden und sehbehinderten Menschen den Zugang zu Texten ermöglichen. Doch Barrierefreiheit umfasst noch mehr: Auch Menschen mit motorischen, kognitiven oder anderen Beeinträchtigungen müssen das Dokument problemlos nutzen können.
Die Anforderungen an barrierefreie Dokumente sind in der EN 301 549 vor allem in Kapitel 10 genannt. Viele dieser Anforderungen stammen aus der WCAG, die sich ursprünglich nur auf Webseiten bezog. Es gibt jedoch auch spezifische Anforderungen an digitale Dokumente, die nicht Bestandteil der WCAG sind.
Barrierefreiheit von Anfang an mitdenken
In der Praxis zeigt sich: Barrierefreiheit ist am effektivsten, wenn sie schon beim Erstellen eines Dokuments berücksichtigt wird. Nachträgliche Anpassungen sind viel aufwendiger und fehleranfällig. Selbst wenn ein Dokument noch nicht alle Kriterien erfüllt, ist es besser, wenn zumindest grundlegende barrierefreie Elemente wie mit Formatvorlagen erstellte Überschriften und Alternativtexte für Bilder vorhanden sind. Auch wenn man anfangs noch Schwierigkeiten in der Umsetzung hat, gilt: Je mehr Übung man hat, desto einfacher wird die Umsetzung in der Zukunft.
Ratgeber für die Praxis
Auf den folgenden Seiten beschreiben wir die wesentlichen Aspekte, auf die man bei der Erstellung von barrierefreien Dokumenten achten muss. Wir gehen im Speziellen auf das Exportieren von barrierefreien PDF-Dokumenten in Word sowie in LibreOffice ein. Auch stellen wir dar, dass für Open-Source-Tools wie LibreOffice keine Zusatzsoftware zum Exportieren in das barrierefreie PDF/UA-Format erforderlich ist.
Im letzten Teil erläutern wir das Prüfen von PDF-Dokumenten auf Barrierefreiheit. Dabei erklären wir, weshalb automatische Prüfungen helfen, aber keine manuelle Prüfung ersetzen können.
Nicht zuletzt weisen wir darauf hin, dass vor allem blinde bzw. stark sehbehinderte Nutzerinnen und Nutzer in den Prüfprozess einbezogen werden müssen – denn Barrierefreiheit ist kein Selbstzweck, sondern für betroffene Personen essenziell.
Unsere Praxistipps
Auf den folgenden Seiten lesen Sie mehr zu den einzelnen Themen: