Rückblick auf Veranstaltung zu Chancen und Grenzen von Gebärdensprach-Avataren
Datum 18.03.2026
Am 26. Februar hatte die Bundesfachstelle Barrierefreiheit zur Veranstaltung "Barrierefreiheit im Wandel: Chancen und Grenzen von Gebärdensprach-Avataren" ins Berliner Konferenzzentrum KOM26 in der Mauerstraße geladen. Das Interesse am Thema war groß: 120 Teilnehmende waren vor Ort, weitere 500 nahmen online teil. Bei der Veranstaltung wurde deutlich: Die Einsatzgebiete für Gebärdensprach-Avatare sind zurzeit noch sehr begrenzt und die technische Umsetzung muss noch besser werden.
Nach der Einführung durch das Moderatoren-Team Anke Klingemann und Martin Mölder begrüßte Simone Miesner, stellvertetende Leiterin der Bundesfachstelle Barrierefreiheit, die Gäste im Konferenzzentrum sowie die online zugeschalteten.
Gut gelaunt: Simone Miesner (links) und das Moderatoren-Team bei der Begrüßung der Gäste
Möglichkeiten der KI für die Teilhabe im Arbeitsleben
Im ersten Vortrag des Tages gab Dr. Berit Blanc, Senior Researcher beim Educational Technology Lab, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), einen Einblick zum Thema „KI für mehr Teilhabe am Arbeitsleben: Potenziale und Herausforderungen“. Dabei stellte sie Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt KI Kompass.Inklusiv (www.ki-kompass-inklusiv.de) vor und benannte die Herausforderungen beim KI-Einsatz in der Praxis.
Anhand verschiedener Beispiele zeigte Blanc die Möglichkeiten von KI-Technologien, um Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz zu unterstützen: u.a. intelligente Datenbrillen, Apps zur automatischen Erkennung von Gegenständen oder Software zur Unterstützung der PC-Steuerung. Anschließend erläuterte sie konkret die einzelnen Barrieren, die Menschen mit Hörbehinderungen im Beruf haben können. Im Bereich der KI gäbe es bereits Tools, die marktreif und daher hilfreich sind, wie beispielsweise die Live-Transkription. Blanc bilanziert: „KI hat das Potenzial, zu mehr Teilhabe beizutragen, wenn sie richtig eingesetzt wird.“ Und sie betonte: „Menschen sollten immer die Wahl haben, ob sie sich von der KI unterstützen lassen wollen oder nicht“.
Dr. Berit Blanc vom DFKI berichtete über ihre Forschungsergebnisse zu KI und Teilhabe am Arbeitsleben.
Was fordert die Community? Ansichten des Deutschen Gehörlosen-Bunds
Nach dem Einblick in die Forschung stand als nächstes ein Gespräch mit dem Präsidenten des Deutschen Gehörlosen-Bund e.V., Ralph Raule, auf dem Programm. Das Interview der Moderatorin Anke Klingemann fand direkt in Gebärdensprache statt. Raule ging zunächst auf die Historie der Gebärdensprache und die Anerkennung der Sprache ein. Erst im Jahr 2002 wurde die Deutsche Gebärdensprache (DGS) gesetzlich anerkannt. In Bezug auf die Gebärdensprach-Avatare sagte er, dass diese nur eine Ergänzung sein könnten und kein Ersatz für menschliche Dolmetscher. Zum Beispiel für die Information, dass ein Zug Verspätung habe, wäre ein Avatar gut denkbar – und auch allgemein für die Übersetzung von Lautsprecheransagen. Sobald es aber um komplexe Texte oder Gespräche ginge, seien Avatare nicht einsetzbar, so Raule.
Zur Frage, wie man die Qualität von Avataren verbessern könnte, sagte Raule: „Taube Menschen bräuchten Geld dafür, der Community müsste Geld zur Verfügung gestellt werden.“ Denn nur die Zielgruppe selbst sei Experte für die Qualität von Gebärdensprach-Avataren.
Raule bemerkte zudem, dass in Deutschland die Gebärdensprache im Alltagsleben nicht sichtbar sei, im Gegensatz zu anderen Ländern. Bei uns gäbe es immer einen Sonderweg, zum Beispiel beim Fernsehen – auch dort sei die Gebärdensprache versteckt und nur über spezielle Wege erreichbar.
In anderen Ländern hingegen sei die unmittelbare Übersetzung in Gebärdensprache eine Selbstverständlichkeit – etwa bei Katastrophen, dann stünde der Dolmetscher neben der Person, die spricht (und im TV gezeigt wird).
Ralph Raule, Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bunds, im Gespräch mit Moderatorin Anke Klingemann
Zur Avatar-Technik erklärte Raule, dass die Videos immer vorproduziert seien, denn eine direkte Übersetzung sei bisher noch nicht möglich. In Bezug auf die Forderungen der Gebärdensprach-Community zu Avataren verwies Raule auf die Stellungnahme, die der Deutsche Gehörlosen-Bund veröffentlicht hat. „Es gibt keine so einfache Lösung für die Zukunft, die Technologie ist noch nicht so weit“, sagte Raule. Mit den bisherigen Avatar-Entwicklungen seien der Verband und er unzufrieden und er regt an: „Wir müssen uns gemeinsam Lösungen überlegen.“ Denn seiner Meinung nach hätten hörende Menschen noch nicht verstanden, wie die DGS funktioniert und was der Avatar leisten können muss. Raule: „Ich glaube, es gäbe genug taube Menschen, die das weiterentwickeln könnten – diese werden nur bisher nicht eingebunden.“ Der Deutsche Gehörlosen-Bund überlege, ein gemeinsames EU-Projekt auf den Weg zu bringen. „Wir müssen entscheiden, denn es ist unsere Sprache“, bilanzierte Raule.
Zur Situation der barrierefreien Kommunikation wies Raule auf Mängel hin: Insgesamt gäbe es in Deutschland zu wenig DGS-Dolmetschende. „Hier müsste man mehr ausbilden“, fordert der Verbandspräsident.
Auch die bisher gesetzlich geforderten Übersetzungen von Behörden in DGS seien bisher zu wenig.
Anforderungen an Gebärdensprach-Avatare
Den folgenden Vortrag mit dem Thema „Gebärdensprach-Avatare: Ethische und translationswissenschaftliche Aspekte“ hielten Dr. Verena Krausneker, Gebärdensprachlinguistin an der Universität Wien, und Sandra Schügerl, Lehrerin und Übersetzerin in Wien (virtuell in den Vortrag eingebunden). Sie präsentierten das Ergebnis ihres Forschungsprojekts, aus dem ein Best-Practice-Leitfaden für den Einsatz von Gebärdensprach-Avataren entstand (abrufbar unter https://avatar-bestpractice.univie.ac.at). In ihrem Projekt haben sie mit verschiedenen wissenschaftlichen Methoden wie Experteninterviews und Fokusgruppendiskussionen gearbeitet. Dabei berücksichtigten sie neben sprachlichen und translatorischen Aspekten auch u.a. ethische und soziale Aspekte. Die Qualitätskontrolle durch taube, bilinguale Spezialisten sei beispielsweise ein wichtiges Merkmal. Das Projekt aus dem Jahr 2021 wurde in dem Leitfaden zusammengefasst, der in vier Sprachen veröffentlicht wurde.
Laut Krausneker ist bei DGS-Avataren bisher eine Verständlichkeit von 52 Prozent gegeben. Bis die Avatare wirklich gut sind, wird es noch dauern – Krausneker schätzt: „In 8 bis 12 Jahren sind die Avatare marktreif“. Hilfreich wäre es ihr zufolge, wenn die Technologie für die Avatare frei zugänglich wäre. Grundsätzlich solle die Anwendung der Avatare von interdisziplinärer Forschung begleitet werden, sagte Krausneker.
Einblicke aus der Forschung zu Gebärdensprach-Avataren gab Dr. Verena Krausneker von der Uni Wien.
Der Avatar in der Produktion: Ein Beispiel
Ganz konkret Einblicke in die Produktion von Gebärdensprach-Avataren gaben zwei Vertreter der alangu GmbH. Alexander Stricker, CEO und Gründer, und Carsten Schmidt, Gebärdensprach-Experte, zeigten in ihrem Vortrag „Gebärdensprach-Avatare im Wandel: Einblick in Entwicklung und Stand der Technik“. Stricker erklärte, dass sich zurzeit 100 Organisationen weltweit mit Gebärdensprach-Avataren beschäftigen. Da die Gebärdensprache eine dreidimensionale Sprache sein und eine simultane Grammatik hätte, sei die Umsetzung kompliziert.
Anschließend erklärte Carsten Schmidt, wie sie bei alangu arbeiten. Das Verfahren der Umsetzung eines Textes in einen Gebärdensprach-Avatar funktioniert über mehrere Schritte. Zunächst werde der Text übersetzt und in Gebärdensprache aufgenommen (inklusive Qualitätssicherung von tauben Expertinnen und Experten). Anschließend folgen die Aufnahmen für die Avatar-Figur: Ein Dolmetscher, der einen Motion-Capture-Anzug trägt, gebärdet den Text – dabei wird er gefilmt und seine Bewegungen dreidimensional erfasst (Motion-Capture-Verfahren). Es folgt eine 3D-Nachbearbeitung.
Gehörlose Menschen seien in alle Produktionsschritte eingebunden, erklärte Schmidt.
Um den Avatar so effektiv wie möglich zu nutzen, hat alangu ein Baukasten-System entwickelt. So werden einzelne Begriffe und Texte als Bausteine mit dem DGS-Avatar produziert und angeboten. Diese können dann flexibel zusammengesetzt werden. Weitere Informationen zum Avatar: www.gebaerdensprach-avatar.de.
Zwei Nutzer des DGS-Avatars: LVR und LWL
Auf kommunaler Ebene gibt es bereits Institutionen, die Gebärdensprach-Avatare nutzen. Bei der Veranstaltung berichteten zwei Vertreterinnen des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) über ihre Erfahrungen mit dieser Technik.
Als erste erzählte Dr. Stephanie Schneider, Projektkoordination Portal Integrierte Beratung beim LVR, wie es bei ihrem Verband zum Einsatz eines DGS-Avatars kam. Für ihr neues Portal fanden sie im Jahr 2020 keine Dolmetscher, um DGS-Videos zu erstellen. In dieser Situation wurden sie auf das Forschungsprojekt Avasag aufmerksam und nahmen Kontakt zur Firma alangu auf. Inzwischen nutzt der LVR den Avatar von alangu auf der Website LVR-Beratungskompass (https://beratungskompass.lvr.de/index.html).
Dort sind alle grundlegende Informationen mit dem Avatar übersetzt, es gibt 40 Videos derzeit auf der Website. Der Avatar ist im Look des LVR gestaltet, trägt eine rote Jacke mit Logo.
Die Rückmeldungen von Nutzerinnen und Nutzern waren durchgehend positiv, sagte Schneider. Die Gebärden fanden sie verständlich und den Avatar angenehm. Nur bei der Mimik gäbe es manchmal noch Mängel.
Der LVR nutzt das Avatar-Baukastensystem. Sie könnten in eigener Regie Bestandteile ändern, berichtete Schneider. Der Vorteil sei, dass das System kostengünstiger wäre, da die Inhalte leicht änderbar seien. Ein Kollege hat sich eingearbeitet und kann selbst Teile in dem System einbauen, so Schmidt.
Das Publikum war von einigen Vorträgen begeistert und klatschte auch in Gebärdensprache (erhobene Hände).
Wie der Umgang mit Avataren im Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist, berichtete Dr. Nadja Zaynel aus dem Stabsbereich Inklusion und Kommunales. Der LWL hat sich schon seit 2019 mit dem Thema Avatare beschäftigt. Sie führten Nutzertests durch mit DGS. Die Videos mit DGS-Avatar sind auf den Websites des LWL über Youtube eingebunden. Der LWL hat sich gegen ein Baukasten-System entschieden, da die Inhalte zu unterschiedlich seien. Sie lassen Einzelvideos übersetzen.
Für alle, die im LWL arbeiten und Websites betreuen, hält die Website Inklusives LWL-Internet (www.inklusives-internet.lwl.org) Informationen auch zu DGS-Videos bereit. Auf der zentralen Website des LWL sind zahlreiche Videos in Gebärdensprache: www2.lwl.org/de/LWL/portal/gebaerdensprache/.
Zur Frage, welche Kriterien bei der Auswahl und Implementierung entscheidend gewesen seien, sagte Zaynel: „Gehörlose und hörende Mitarbeiter des LWL, die DGS-Kenntnisse haben, arbeiten zusammen. Sie besprechen gemeinsam, ob es passend ist, zu einem bestimmten Thema ein Avatar-Video zu erstellen.“ Von der Zukunft erhofft sich Zaynel, dass künftig eine Live-Übersetzung in Gebärdensprache möglich ist.
Podiumsgespräch: Avatare – Hilfe oder Hindernis?
Wie werden Avatare für Gebärdensprache beurteilt? Im nachfolgenden Podiumsgespräch äußerten sich dazu vier Expertinnen und Experten. Aus der Gehörlosen-Community waren die taube Dolmetscherin Katja Fischer, der Deaf-Tech-Experte Robin Angelini von der TU Wien sowie Ricco Richert, Vorstand Deutsche Gehörlosenjugend e.V., vertreten. Als Umsetzerin im öffentlich-rechtlichen Rundfunk war Ursula Helene Heerdegen-Wessel, Leiterin der Redaktion Barrierefreie Angebote beim Norddeutschen Rundfunk (NDR), auf dem Podium.
„Avatare können eine gute Lösung sein für spezielle Situationen. Aber es muss klare Rahmenbedingungen und Kriterien geben“, forderte Ricco Richert.
Ricco Richert vertrat im Podiumsgespräch die Position der Deutschen Gehörlosenjugend.
Heerdegen-Wessel berichtete, dass sie beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) kritisch beobachten, was es derzeit an KI-Lösungen gibt. 22 Mitarbeitende erstellen beim NDR Untertitel, meist für Live-Formate. Für Transkripte nutzen sie die KI, aber auch da müssten Menschen immer die Texte nachbearbeiten. Für die Live-Untertitelungen sei die KI bisher zu langsam.
„Niemand in der ARD setzt bisher Gebärdensprach-Avatare ein – weil uns wichtig ist, dass die Qualität stimmt. Wir sind im engen Austausch mit den Verbänden“, so Heerdegen-Wessel.
Katja Fischer betonte die Bedeutung von tauben Dolmetschenden. „Taube Dolmetschende haben eine höhere Akzeptanz“, so Fischer. Daher würden sie auch in der „Handlungsempfehlung für die Ausschreibung von DGS-Videos“ empfohlen, die von der Arbeitsgruppe Deutsche Gebärdensprache entwickelt wurde, die Teil des Ausschusses für barrierefreie Informationstechnik (nach § 5 BITV 2.0) ist. „Der Aufwand der Produktion von Gebärdensprach-Videos ist recht hoch, auch wegen der Qualitätskontrolle“, erklärte Fischer.
Dass gerade die Qualitätssicherung bei den Avataren bisher zu wenig ist, betonte Robin Angelini. Und er ergänzt: „Bei Übersetzungen von Lautsprachen ist die Fehlertoleranz sehr gering, aber in der Gebärdensprache sehr hoch. Ohne die Untertitel versteht man vielleicht nur 30 Prozent, und das wird oft so hingenommen.“
Ricco Richert sagte, wie wichtig es sei, dass die taube Community die Qualitätssicherung der Avatare übernehme. „Das ist das Allerwichtigste – und da liegt auch das größte Risiko, wenn das nicht passiert“, so Richert.
„Es gibt keine klaren Regelungen für die Qualitätssicherung bisher. Und die braucht man eben, um die Qualitätssicherung herzustellen“, ergänzt Angelini. Um diese Regelungen zu entwickeln, bräuchte man laut Angelini Forschungsgruppen und taube Dolmetschende.
Wie ist die Situation bei Katastrophenmeldungen? Heerdegen-Wessel berichtete, dass es dafür aktuell nur Laufbänder im Fernsehen gäbe, und für Blinde werden diese Informationen vorgelesen. „Wir würden das natürlich gerne auch in Gebärdensprache anbieten.“ Da für einen Katastrophenfall kein Gebärdensprachdolmetscher/-in eingestellt werden könne, der 24 Stunden arbeite: „Da wünschen wir uns auch einen Avatar, den wir dann in der Nacht um elf und morgens um vier Uhr einsetzen können.“
An welchen Stellen wären Avatare einsetzbar? Wenn ein Bürgermeister in einem Katastrophenfall informiert, da sollten Menschen als Dolmetscher daneben stehen, so Fischer. Heerdegen-Wessel unterstützte diese Aussage. Der Avatar solle nur für die erste Meldung der Katastrophe eingesetzt werden. Nur um diese erste Einblendung ginge es.
Angelini: „Wir möchten selbst Verantwortung übernehmen und selbst entscheiden.“ Richert bestätigt und ergänzt bezüglich der Avatar-Entwickler: „Die Firmenleiter, -innen müssen taube Menschen sein.“ Bisher seien die tauben Menschen nur als Berater tätig, aber entscheiden würden andere.
„Das Team muss vollständig aus tauben Menschen bestehen“, so Angelini. „Wir brauchen da die Möglichkeit, uns selbst zu entwickeln.“
Angelini: „Der KI-generierte Avatar, der aus einem Text eine DGS macht, den gibt es noch nicht, soweit sind wir noch nicht.“
Im Podiumsgespräch wurde diskutiert, ob Avatare eher eine Hilfe oder ein Hindernis sind.
Spotlights: Kurzinterviews mit Expertinnen und Experten
Zum Schluss der Veranstaltung gab es noch drei Spotlights, drei Kurzinterviews mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Institutionen. Vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) sprach Falko Berthold, Koordinator für Deutsche Gebärdensprache und barrierefreie Programmzugänge, über die barrierefreien Angebote des Senders. Über 90 Prozent der Sendungen des MDR werden mit Untertiteln ausgestrahlt, sagte Berthold. Verschiedene Sendungen würden zudem mit DGS produziert.
Vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung berichtete Ulrich Wokulat. Der Referent erzählte von dem EU-geförderten Projekt, in dem das Ministerium KI-Anwendungen für die digitale Barrierefreiheit sucht. Da es noch keine marktreifen Avatare für die automatisierte Herstellung von KI-basierten DGS-Videos gäbe, werde hier Forschung und Entwicklung nötig sein, so Wokulat.
Als letzter Gast auf dem Podium war Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten, Landesbeauftragte für barrierefreie IT und digitale Teilhabe Hessen. Sie stellte das Modell vor, wie sie die Barrierefreiheit in Hessen verbreiten: Jedes Ministerium in Hessen habe einen Beauftragten für digitale Barrierefreiheit. Diese tragen die Themen und Ergebnisse weiter in ihre Häuser. Außerdem gäbe es einheitliche Vorgaben, sagte Meyer zu Bexten.
Anke Klingemann und Martin Mölder moderierten die Veranstaltung kurzweilig und zweisprachig.
Weitere Informationen und Videos zur Veranstaltung
Die Aufzeichnung der Veranstaltung sowie das Programm zum Nachlesen finden Sie hier:
Veranstaltung "Barrierefreiheit im Wandel: Chancen und Grenzen von Gebärdensprach-Avataren"