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Das Bild zeigt einen Stapel Zeitschriften. Foto: Bundesfachstelle Barrierefreiheit

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Blindenfußball - den Ball hören können

Datum 08.09.2017

Eine breite Medienberichterstattung rückte eine inklusive Sportart stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Denn Blindenfußball kann von sehenden und nicht-sehenden Spielerinnen und Spielern gleichermaßen ausgeübt werden.

Das Finale konnte Russland gegen Spanien mit 5:4 im Sechsmeterschießen für sich entscheiden. England gewann das Duell gegen Frankreich um Platz drei souverän mit 2:0.

Das deutsche Team wurde Sechster, es hat den Einzug ins Halbfinale verpasst. Im letzten und entscheidenden Gruppenspiel gegen England mussten sich die Spieler von Bundestrainer Ulrich Pfisterer mit 0:3 geschlagen geben. Zuvor hatte Deutschland gegen Rumänien 4:1 und gegen Italien 2:0 gewonnen, jedoch gegen Frankreich 1:2 verloren. Im Spiel um Platz fünf scheiterte Deutschland an der Türkei (1:2 nach Sechsmeterschießen). Damit konnte sich das Team nicht für die Weltmeisterschaft 2018 qualifizieren.

Die Europameisterschaft war das erste internationale Blindenfußball-Turnier, das auf deutschem Boden stattgefunden hat. Vom 18. bis 26. August traten Belgien, England, Frankreich, Georgien, Italien, Rumänien, Russland, Spanien, die Türkei als Titelverteidiger und Deutschland in Berlin gegeneinander an. Bei den Spielen auf dem Sportareal am Anhalter Bahnhof fieberten zum Teil mehr als 2.000 Zuschauer mit.

Wir haben eine Woche lang begeisternden Blindensport in der Mitte der Gesellschaft erlebt,

resümiert DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke nach dem Finale.

Ich beglückwünsche dazu alle Spieler. Wenn wir künftig aber um Titel mitspielen wollen, müssen wir unser Fördersystem dem Spitzenstandard anderer Nationen anpassen. Da sind jetzt gemeinsam mit dem Behindertensport die Politik und der DFB gefordert.