Bundesfachstelle Barrierefreiheit

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Draufsicht von oben: Eine Gruppe von Männern und Frauen in Geschäftskleidung bilden ein Netzwerk, indem sie sich an den Händen halten. Sie formen sowohl Ketten als auch Knotenpunkte.

Das sind wir

Wir unterstützen die unter das Behindertengleichstellungsgesetz fallenden Behörden mit Informationen und Empfehlungen und stehen auch Unternehmen, Verbänden und gesellschaftlichen Organisationen offen. Hierzu vernetzen wir uns mit Expertinnen und Experten der Barrierefreiheit.

Hintergrund

Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit ist die erste fest finanzierte Einrichtung in Deutschland, die sich systematisch um den Wissensaufbau in Sachen Barrierefreiheit kümmert. Sie ist mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsrechts am 27. Juli 2016 bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See errichtet worden.

2013 hatte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) eine wissenschaftliche Überprüfung des Behindertengleichstellungsgesetzes in Auftrag gegeben. Inhaltlicher Schwerpunkt des Gesetzes sind das Verbot für die unter das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) fallenden Behörden, Menschen mit Behinderungen zu benachteiligen und die grundsätzliche Verpflichtung von Bundesbehörden zur Barrierefreiheit in bestimmten Bereichen. In ihrem Abschlussbericht empfahlen die Rechts- und Sozialwissenschaftler/-innen der Universität Kassel unter Leitung von Prof. Dr. iur. Welti, die erforderliche Fachkompetenz für die Umsetzung des Gesetzes in einer Agentur zu bündeln.

2016 wurde der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsrechts die Aufgabe übertragen, eine Bundesfachstelle Barrierefreiheit einzurichten. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales führt die Fachaufsicht über die Durchführung der Aufgaben der Bundesfachstelle aus.

Bereits zuvor hatten Sozial- und Behindertenverbände die Forderung nach einer dauerhaften Finanzierung des Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e. V. (BKB) erhoben. Die Verbände hatten sich 2008 - auch auf Anregung des BMAS – im BKB zusammengeschlossen und bis 2016 aus Haushaltsmitteln des Bundes Projekte zur Barrierefreiheit durchgeführt.

Die Ergebnisse der Arbeit des BKB fließen in die Arbeit der Bundesfachstelle Barrierefreiheit ein. Alle Veröffentlichungen des BKB sind unter Archiv BKB zu finden.