Bundesfachstelle Barrierefreiheit

Aktuelle Meldungen

Das Bild verschiedene Piktogramme. Zu sehen sind Buchstaben, Zahlen, Menschen und Hände.  Foto: Bundesfachstelle Barrierefreiheit/Zadel-Sodtke

Weiterführende Informationen

In den Praxishilfen finden Sie Informationen zu verschiedenen Themen der Barrierefreiheit.

Information und Kommunikation

Die maßgebliche Empfehlung zur leserlichen Gestaltung von Schriften enthält die „DIN 1450: Schriften - Leserlichkeit“. Die Norm berücksichtigt die demografische Entwicklung und die Bedarfe von Menschen mit Sehbehinderung. Sie bezieht sich auf die Verwendung von Schrift im öffentlichen Raum sowie in Büchern, Broschüren und Zeitungen.

Mit derselben Zielsetzung gibt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen eine Checkliste für nutzerfreundliche Printmedien unter dem Titel Lesen ohne Grenzen! heraus.

Zur barrierefreien Gestaltung von schriftlichen Informationen ist ferner auf die vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. herausgegebene Broschüre Klartext! hinzuweisen.

Regeln zur Leichten Sprache gibt das Netzwerk Leichte Sprache heraus. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat gemeinsam mit dem Netzwerk Leichte Sprache einen Ratgeber zur Erstellung von Texten in Leichter Sprache veröffentlicht.

Sie finden im Internet auch mehrere Wörterbücher für Leichte Sprache, zum Beispiel von der Bundesvereinigung Lebenshilfe und der Stiftung Jugend und Bildung. Hurraki, ein Wörterbuch für Leichte Sprache in Form eines Wikis, enthält ebenfalls Worterläuterungen in Leichter Sprache.

Wünschenswert ist, dass sich alle mit Leichter Sprache auseinandersetzen und dabei zum Beispiel auch diese Hilfsmittel nutzen. Wir empfehlen allerdings, eine Agentur mit der professionellen Übersetzung zu beauftragen, welche die Texte auch von Menschen mit Behinderungen prüfen lässt. Geeignete Büros finden Sie auf der Internetseite des Netzwerks Leichte Sprache.

Wie Vorurteile bei der Darstellung von Menschen mit Behinderung vermieden werden, haben die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und die Staatliche Koordinierungsstelle nach Artikel 33 der UN-Behindertenrechtskonvention in dem Leitfaden Auf Augenhöhe dargelegt. Tipps zur Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen erhalten Sie auch über das Onlineportal leidmedien.de.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Hessen e. V. hat 10 Knigge-Tipps zum respektvollen Umgang mit behinderten Menschen herausgegeben.

Für den Gesundheitsbereich sind Empfehlungen zur Kommunikation mit hörbehinderten Menschen sowie Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen entwickelt worden. Diese Hinweise sind auch auf andere Lebensbereiche übertragbar. Es handelt sich um die Broschüre Der gehörlose Patient des Deutschen Gehörlosen-Bundes e. V., die Tipps für die Kommunikation mit hörgeschädigten Patienten des Deutschen Schwerhörigenverbandes e. V. und die Empfehlungen zur barrierefreien Gestaltung der Kommunikation mit Menschen mit mehrfachen und geistigen Behinderungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.